• Re: Praktikum /Ausbildung

    Zitat von MB Schmiede

    Hallo es geht mir nicht um die Zeit wie lange man arbeitet. Es geht darum das ich der Ansicht bin selbst in der Ausbildung ist das echt wenig dafür, das man sehr viel leistet wenn man so wie hier in ner kleinen Bude ist wird nicht gleich jedes Gerät mitm Lastenkran befördert. Also daher finde ich das sage ich mal "ungerecht" das man auch wenn es ne Ausbildung ist so wenig verdient bei meinem Freund bleiben am Ende rund 250 Euro über. Ich habe nichts gegen Dreck oder harte Arbeit ich gehe nach der Schule auch häufig zu meinem Bekannten und helfe da aufm Hof und zuschade für sowas bin Ich mir nicht !!!

    Keiner zwingt dich eine Ausbildung zu machen, oder? Bekommst du in der Schule auch Geld? Du kannst ja sofort als Hilfsarbeiter anfangen, dann verdienst du sofort Geld. Verdienst aber mit 55 noch das selbe, wenn dir das lieber ist.
    Ich denke jeder mit einigermaßen Grips in der Birne sollte wissen wie wichtig eine Ausbildung heut zu Tage ist. Ich habe im ersten Jahr als Landmaschinenmechaniker 270 DM verdient und keiner muß mir damit kommen das vor 20 Jahren alles billiger war, denn selbst wenn alles nur die Hälfte gekostet hätte und das hattest nicht ganz, dann wäre es immer noch vergleichbar. Ich habe während meiner Schulzeit gespart für ein Moped, mit dem ich dann täglich bei jedem Wetter 32km zur Lehrstelle hin und 32 km zurück gefahren bin. Wenn ich nicht hätte nachts noch gearbeitet beim Lohner hätte ich sogar Miese gehabt.

    Mal eben zum Thema "ungerecht", was kannst du denn, wenn du aus der Schule kommst? Ich bin selber auch Meister und habe selber auch schon einige Lehrlinge ausgebildet. Auch wenn du meinst du kannst was, ich sage dir du kannst nix. und in 49 von 50 Fällen behalte ich Recht. Ausbildung kostet dem Lehrherren Geld, nicht er beutet dich aus.

    Du arbeitest im Schnitt vielleicht 3 Tage pro Woche wenn man Schule (bei uns war noch Samstags der 2 Berufschultag) und Überbetriebliche abzieht, da wären wir schon bei 96 Stunden im Monat, statt bei 160. Dann schau mal vieviele Stunden der Lehrherr wirklich weiter berechnen kann von den 96? Wieviele Stunden verbringt dein Meister oder dein Geselle damit dir etwas bei zu bringen, Stunden welche er nicht verrechnen kann. Dann rechne noch was du so in der Lehre kaputt machst und das du einen hohen Prozentteil der Lehrlinge echt vergessen kannst und addiere das mit den sozialen Abgaben und als Ergebniss erhälst du nicht 250€ und der Arbeitgeber beutet dich aus, sondern das was du einbringst kostest du auch und dein Lohn ist das Taschengeld vom Chef.

    Ich bin bestimmt nicht weltfremd oder altfränksch, aber für eine gute Ausbildung sollte man dankbar sein, da kann man drauf aufbauen. Außerdem gibt es keinen arbeitslosen Landmaschinenschlosser, es sei denn er ist stocke doof oder faul. Wir haben sogar das Problem das wir die guten Leute nicht halten können, denn die klaut uns die Industrie.

    Denn kein Bauer ist bereit €100 pro Stunde in der Fachwerkstatt zu bezahlen obwohl er €80 bezahlt wenn er mit seinem Mercedes in die Werkstatt fährt. Wenn man dann noch bedenkt wie viele Dinge ein Landmaschienenschlosser können muß, wo in der Automobilindustrie schon oft z.B ein Getriebe garnicht mehr repariert sondern nur getauscht wird. Des Weiteren ist das Auto oft billiger und verdient kein Geld sondern ist nur Luxus und von der Landmaschine ist er abhängig denn ohne verdient er kein Geld.

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